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Lange Datenreihen Schon die Jäger und Sammler führten phänologische Beobachtungen durch. Die Aborigines teilen noch heute das Jahr entsprechend von typischen Witterungs-erscheinungen, Entwicklungsstadien von Pflanzen und Zeitpunkten von Tierwanderungen ein. Die ältesten schriftlichen, kontinuierlichen phänologischen Aufzeichnungen liegen im Archiv des Kaiserlichen Hofes in Japan. Seit dem Jahr 705, damals blühten die Kirschen am 24. April, wird das Datum der Kirschblüte, das Symbol des wieder erwachenden Lebens im Frühling in Kyoto festgehalten. In Europa hatte 15 Jahre bevor C. v. Linné in seiner Philosophia Botanica die Anstellung phänologischer Beobachtungen empfahl, Robert Marsham in Stratton, England eine vorzügliche auch den modernen Regeln entsprechende Reihe begonnen. Diese Beobachtungen wurden zur Familientradition, so dass eine Datensatz von Pflanzen- und Tierbeobachtungen von 1736 bis 1925 vorliegt (einzelne Datenlücken konnten gefüllt werden). MeteoSchweiz hat die Datenreihe ab 1808 des Blattausbruchs der Rosskastanie wissenschaftlich bearbeitet. In Frankreich gibt es eine mehr als 500-jährige Beobachtungsreihe der Weinlese. |